Donnerstag, 3. April 2014

Mal ein bisschen über mich...

Hallo ihr Lieben,

gestern erreichte mich eine ganz liebe Mail von einer anonymen Leserin. Sie hat mich gebeten mal ein bisschen was über mich zu erzählen, weil das, so meinte sie irgendwie zu kurz kommt auf meinem Blögchen.

Dann habe ich mal überlegt wieso das eigentlich so ist.
Es liegt ganz einfach daran, dass ich den Blog in der schwersten Zeit meines Lebens gestartet habe. So als eine Art Ablenkungs-Therapie. 

Vor etwas mehr als einem Jahr ist mein Vater gestorben. Er hatte eine Rückenoperation und im Krankenhaus wurde danach neun Tage lang nicht auf seine Beschwerden eingegangen. Der arme Mann klagte neun Tage lang über unsägliche Bauchschmerzen doch die Ärzte ausschließlich spezialisiert auf Rücken-OP´s gingen darauf nicht ein sondern setzten ihn mit Schmerzmitteln außer gefecht. Nach neun langen Tagen erlag er dann einem Darmverschluss. Es war alles ganz plötzlich und meine Mutter und ich waren sehr traurig und verzweifelt wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt. Ich war gerade 24 geworden und mitten im Studium und mein Vater war der Alleinverdiener der Familie.
Wäre es jetzt etwas unvermeidliches gewesen dann wäre es mit Sicherheit etwas einfacher gewesen damit umzugehen, aber zu wissen, dass wenn doch irgendjemand einfach früher reagiert hätte mein Vater noch leben könnte, ist wirklich sehr schrecklich. Mein Vater war gerade mal 56 Jahre alt und es war einfach zu früh und unnötig.

Ich muss euch wohl nicht sagen, dass wir dagegen vorgehen aber in Deutschland ist das alles sehr schwierig.

Als es mir wirklich schlecht ging, habe ich dann zur Ablenkung begonnen im Internet zu surfen und diese tolle Sache namens Blog gefunden. All eure schönen Blogs haben mich abgelenkt und mir einfach meine Kreativität und Lust zurückgegeben etwas Schönes zu machen.

Mein Leben hat sich in dieser Zeit so verändert, ich bin jetzt schon fast 26 arbeite in der Firma meines Vaters und führe sie so gesehen weiter. Ich bin mit meinem tollen Schatz zusammen gezogen und wir erleben jeden Tag etwas neues mit unseren zwei Katzen und Bullys. 

In dieser schweren Zeit haben mich eure tollen Posts stehts begleitet und ich habe die Leidenschaft fürs Bloggen entdeckt. Das alles freut mich sehr und ich hoffe ihr lernt mich durch diesen Post etwas näher kennen.

Danke fürs liebe "Zuhören" und einen schönen Tag euch allen.
Liebe Grüße,
Mabel


Kommentare:

  1. Liebe Mabel,
    Danke für diesen ehrlichen Einblick!
    Oh Mann, was du alles mitgemacht hast! Was da passiert ist ist wirklich furchtbar!
    Ich freu mich dass es dich und deinen Blog hier gibt! :-)
    Ganz LG von Coco

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  2. Liebe Mabel,
    puh, das macht mich gerade alles ein bisschen sprachlos.Das mit deinem Papa tut mir sehr ,sehr leid und ich finde es einfach unglaublich, dass niemand richtig geschaut hat, woher seine Schmerzen kamen.Es muss schrecklich für euch gewesen sein.Ich wünsche dir alles Liebe,Petra

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  3. Oh... das ist ein ganz trauriges Schicksal das tut mir sehr leid!!! Und so ungerecht.
    Ich bin ohnehin etwas skeptisch, was Krankenhausaufenthalte und OPs betrifft... jetzt gleich nochmal mehr...
    Meine Mutter ist vor knapp 6 Jahren auch unter nicht so schönen Umständen viel zu früh von daher kann ich etwas nachempfinden, wie es dir gehen muss.
    Traurig auch, dass es in Deutschland so schwer ist, dafür "Gerechtigkeit" (die es ja nicht wirklich gibt) zu bekommen...
    Ich wünsch dir alles Gute. LG Ann

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  4. Liebe Mabel,
    es tut mir ganz schrecklich Leid, was mit deinem Papa passiert ist und es macht mich sprachlos, dass so etwas in einem deutschen Krankenhaus passiert! Vor allem, da ich selbst in dem Beruf arbeite, kann ich kaum verstehen, wie das passieren konnte und genauso traurig ist es, dass man so schwer jemanden dafür verantwortlich machen kann. Klar, es bringt einem den geliebten Menschen nicht wieder aber es vereinfacht es doch, damit abschließen zu können und wünsche euch, dass ihr die Kraft habt, weiter dafür zu kämpfen!

    Alles Liebe,
    Lolá

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